Dass die Region Osnabrück über eine ziemlich große und vielfältige Musikszene verfügt, ist sicherlich kein Geheimnis. Ob Pop oder Jazz, Metal oder Hip Hop: In der Stadt und im Landkreis sind hunderte von Bands, Ensembles und Projekten aktiv, und viele davon brauchen sich in Sachen Können, Kreativität und Engagement nicht vor den bekannten Stars verstecken. Das Musikbüro bringt die lokale Szene mit Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Osnabrück und der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück auf die Maiwoche. Bühne frei für den „Szenespot Georgstraße“.

Das ist schon ein Haufen Arbeit“, sagt Marco Gausmann, Geschäftsführer des Vereins Musikbüro Osnabrück e.V. „Aber wenn dann endlich die erste Band auf der Bühne steht, dann ist das wie die Ernte einzufahren.“ Das Musikbüro kümmert sich mit seinem aktuell 5-köpfigen Team in der Region Osnabrück um die Förderung der lokalen Musikszene und weiß um die Bedürfnisse der hiesigen Bands: „Die wollen natürlich alle auf der Maiwoche spielen.“

Lange Zeit war das für lokale Acts nicht einfach, Nischengenres und Subkultur hat auf dem Stadtfest so gut wie gar nicht stattgefunden, gerade junge Musikfans blieben lieber gleich zu Hause. Bis auf Initiative des Musikbüros 2019 erstmals eine Bühne für die lokale Szene aufgebaut wurde, damals noch unter recht rudimentären Bedingungen direkt am Neumarkt. „Da hatten wir nicht einmal einen Backstagebereich, die Bands haben ihr Equipment direkt aus der Fußgängerzone auf die Bühne getragen“, erinnert sich Gausmann.

In der Zwischenzeit wurde das Projekt mit Hilfe der Osnabrücker Egerland-Stiftung auf- und ausgebaut: Anderer Standort, bessere Bedingungen, noch mehr Bands sämtlicher Couleur und mit einem besonderen Augenmerk auf die jungen Musikacts. Nun steuert das Projekt mit abermals ausgebautem Konzept und mit Support der Stiftung der Sparkasse Osnabrück und der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück auf seinen vorläufigen Höhepunkt zu: Sage und schreibe 57 Acts sind für die Bühne am Szenespot an der Georgstraße avisiert.

Da ist nun wirklich von allem etwas dabei“, sagt Sophie Tönjes, die aktuell beim Musikbüro ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert und bei der Bandauswahl und den Vorbereitungen beteiligt war. „Besonders gut finde ich, dass die Mic Drop Hip Hop-Session und der Blue Monday Blues Jam bei uns ein Gastspiel geben.“ Beides sind etablierte Konzertreihen, die sonst im Haus der Jugend und in der Lagerhalle stattfinden und vermutlich völlig verschiedene Publikumskreise anziehen. Dazu gesellen sich junge Nachwuchsbands, altgediente Heavy Metal-Haudegen, Hip Hop-Szenegrößen und auch zahlreiche Schulprojekte.

Einer der zentralen Ansätze des Musikbüros ist es, die verschiedensten Menschen zusammenzubringen. „Wir schauen immer, dass wir auch unterschiedliche Altersgruppen und Szenen an einem Ort zusammenbekommen“, erklärt Marco Gausmann. Genauso sollte ein Stadtfest für alle ja auch sein. „Und auch hinter der Bühne versuchen wir, möglichst viele Interessierte und gerade auch junge Menschen einzubinden. Das ist gelebte Soziokultur.“

Und das macht dieses Projekt als engagierte Gemeinschaftsarbeit so unterstützenswert“, betont Landrätin Anna Kebschull. Oberbürgermeisterin Katharina Pötter unterstreicht: „Es ist toll, dass diese musikalische Vielfalt eine besondere Bühne auf der Maiwoche erhält.“ Sparkassen-Vorstand Fabian Winkler ergänzt zustimmend: „Wir freuen uns, dass wir dies mit der Förderung von 59.700 Euro aus unseren Stiftungen möglich machen können.“

Die Maiwoche Osnabrück findet vom 8. bis zum 17. Mai in der Osnabrücker Innenstadt statt. Der Szenespot des Musikbüros mit seinen insgesamt 57 Programmpunkten befindet sich an der Ecke Georgstraße/Öwer de Hase. Das vollständige Programm findet sich unter www.maiwoche.de.